[Vegan] Sushi- Gari, Nigiri, California Rolls und vegane Mayonnaise

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Ich habe schon lange kein Sushi mehr gemacht, also los gehts!

Gari:

Gari ist der eingelegte Ingwer, der zum Sushi gereicht wird. Er ist ganz einfach selbst herzustellen und schmeckt selbstgemacht bedeutend besser als das Zeugs aus dem Glas. Hierfür wird Ingwer in möglichst dünne Scheiben geschnitten und mit kochendem Wasser übergossen. Teller auf die Schüssel, damit die Hitze nicht so schnell flöten geht und nach 10-15 Minuten wird das Wasser abgegossen. Es kommen brauner Zucker und Reisessig dazu. Im Idealfall lässt man den Ingwer 3 Tage ziehen. Da mir die Idee mit dem Sushi erst am selben Tag in den Kopf kam, müssen ein paar Stunden reichen.

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Vegane Mayonnaise:

Für die California Rolls braucht man Mayonnaise. Da war doch was mit vegan und in Mayo ist Ei. Mist! Also schnell auf ein paar veganen Seiten gestöbert und ein gutes Rezept gefunden:

50ml Sojamilch
100ml Rapsöl
1 EL Senf
1 EL Zitronensaft
eine Prise Zucker
eine Prise Salz

Die Sojamilch wird zusammen mit dem Öl erstmal kalt gestellt. Von einer „normalen“ Mayo kenne ich es eigentlich, dass das Öl nicht zu kalt sein darf, aber so stand es im Rezept

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Jetzt kommt meine Wunderwaffe zu Einsatz- mein stromloser Öko-Hecksler. Hierfür gibt es einen Einsatz, mit dem man Eier, Sahne, etc. aufschlagen kann. Eins meiner unverzichtbarsten Küchengeräte:

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Zutaten rein, am Schnürchen ziehen und ruckzuck gibts Mayo. Es funktioniert auch gut mit einem Pürierstab und einem Messbecher. Pürierstab auf volle Pulle laufen lassen und langsam von unten nach oben ziehen Erst wurde es nicht richtig fest, doch nachdem ich noch einen Schluck Sojamilch dazu gegeben habe, hatte ich eine 1A Mayo. In Sojamilch ist Lecitin enthalten, das wie beim Ei als Emulgator dient. Mit der Sojamilch gings im Vergleich zum Ei sogar besser. Geschmacklich top und kein Unterschied zu der herkömmlichen!

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Etwas Tofu für die Füllung anbraten:

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Und jetzt gehts ans Rollen! Von den Nori-Blättern wird ca 1/5 der Breite abgeschnitten. Die Abschnitte nicht wegwerfen, die brauchen wir später noch für die Nigiri!

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Den Reis habe ich in einem Reiskocher gekocht. Der Reis wird solange ausgewaschen, bis das Wasser klar ist. Auf eine Tasse Reis kommen ca 1 3/4 Tassen Wasser und eine Prise Salz. Wenn der Reis fertig ist wird er in einer Schüssel kalt gerührt und mit etwas Zucker, Reisessig und Sake abgeschmeckt.

Der Reis wird auf dem Nori-Blatt verteilt. Die Schicht sollte so dünn sein, dass das Blatt durchschimmert. Mit schwarzem Sesam bestreuen und umdrehen. California Rolls sind Insideout-Rollen, also der Reis ist außen.

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Die Rückseite wird mit der Mayo bestrichen. Oben wird ein Stück frei gelassen. Das ist die Stelle, an der die Rolle Verschlossen wird. Ich habe die Rolle mit Tofustücken, Avocado und Gurke gefüllt

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Jetzt kommt der schwierige Teil. Beim Zusammenrollen ist darauf zu achten, dass der Überschlag mit der Bambusmatte möglichst fest gezogen wird, sonst fällt die Füllung beim Essen raus!

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Jetzt wird die Rolle zugedreht und mit einem scharfen Messer in gleich dicke Stücke geschnitten.

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Von den Nigiri habe ich leider verpennt Fotos zu schießen, doch sie erklären sich von selbst. Den Reis zu einer Kugel formen, etwas länglich drücken, den gewünschten Belag drauf und mit den Abschnittstücken vom Nori-Blatt auf der Reiskugel fixieren.

Auch wenn man in Japan Sushi mit den Fingern isst, esse ich es gerne mit Stäbchen:

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Fazit: Ich mache viel zu selten Sushi!

2 Gedanken zu „[Vegan] Sushi- Gari, Nigiri, California Rolls und vegane Mayonnaise“

  1. Super Rezept für die Mayo! Und das Rezept überhaupt ist toll, es hat mich total inspiriert mal wieder Sushi zu machen. Immer wieder schön! Danke!

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